JU-Kreismitgliederversammlung erstmals digital – Diskussion mit Go-Vit über Bahn

Die Junge Union (JU) im Landkreis Regen hat sich bei ihrer Kreismitgliederversammlung mit den Bahnverbindungen im Landkreis beschäftigt. Stellvertretender Go-Vit Vorsitzender, Arnulf Baier, informierte die CSU-Nachwuchsorganisation, die die Versammlung erstmals digital durchführte.
In diesem Jahr war etwas Kreativität bei der Durchführung der jährlich stattfindenden Kreismitgliederversammlung der JU gefragt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die rund 230 jungen CSUler nicht zu einer Präsenzveranstaltung eingeladen werden. Stattdessen hat der Kreisvorstand kurzerhand ein kleines Studio eingerichtet und die Versammlung pandemiesicher digital abgehalten. Eine Aktion die auch die zugeschalteten Ehrengäste begrüßten.
Der JU-Bezirkschef Benjamin Taitsch betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Bahnstrecke Gotteszell-Viechtach auch für Niederbayern. Er habe inzwischen auf den von ihm und dem Regener JU-Vorsitzenden, Alexander Hannes, geschriebenen Brief an Verkehrsministerin Kerstin Schreyer eine Antwort erhalten, wonach die Bahn bis zur Erstellung einer Grundlagenstudie für eine Verkehrsverbundgründung weiterfahren werde.
CSU-Kreisvorsitzender, Dr. Stefan Ebner, dankte der JU für ihr beständiges politisches Engagement und die digitale Initiative in den sozialen Medien für die CSU. Er betonte, dass die Parteiarbeit der CSU noch stärker digitalisiert werde. Auch jüngere Leute, die zeitweise außerhalb des Landkreises wohnen, sollen die Möglichkeit haben sich in die Heimatpolitik einzubringen. Ebner bezeichnete die vergangene Kommunalwahl als großen Erfolg für die CSU. „Wir haben die Anzahl der Bürgermeister von sieben auf zwölf erhöht, stellen somit 50% der Bürgermeister im Landkreis. Außerdem haben wir über den Landkreis verteilt mehr Gemeinderatssitze als zuvor. Unter allen CSU-Verbänden in Niederbayern hat die CSU im Landkreis Regen bei den Kommunalwahlen am besten abgeschnitten“, resümierte der Kreisrat.
Der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Regener Kreistag, Dr. Ronny Raith, berichtete von den aktuellen Themen der Kreispolitik. Mit der Ertüchtigung des Hohenzollern Skistadions sei jüngst eine wichtige Weichenstellung für den Landkreis als Sportstandort gestellt worden. Demnächst stünde die Entscheidung zur Sanierung oder zum Neubau der Arberlandklinik Zwiesel an. Er dankte der jungen CSU für ihre aktive Beteiligung an der Kreispolitik.
Arnulf Baier berichtete ausführlich über die Entscheidung des Bayerischen Verkehrsministeriums den Betrieb der Waldbahnlinie 4 (WBA 4) weiterlaufen zu lassen. Er betonte, dass die Fahrgastzahlen jährlich stiegen und die WBA 4 seit 2018 die zweistärkte Verbindung im Waldbahnnetz sei. „Auch gutachtlich ist eine Steigerung prognostiziert, die sogar das ‚1.000er Kriterium‘ als möglich erachtet“, betonte der 1. Vorsitzende der Wanderbahn im Regental e.V. mit Blick auf den Schlussbericht des übergeordneten ÖPNV-Gutachten für den Landkreis Regen vom März 2020, welches von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft in Auftrag gegeben wurde. Die Entscheidung des Verkehrsministeriums die Grundlagenstudie für eine Verbundlösung abzuwarten, begrüßte Arnulf Baier. Auch die Rahmenbedingungen im ÖPNV im Landkreis Regen müssten stimmen, um die Bahn zu fördern. Er verwies auf die Reaktivierung der Bahnstrecke Korbach-Frankenberg (Hessen), bei der es zunächst große Vorbehalte gab, die Bahn aber dank eines abstimmten Konzepts in den Regelbetrieb überführt werden konnte. „Die Region steht zur Bahn und die Reihen sind geschlossen“, fasste er die Situation zusammen. Hannes betone, die junge CSU werde sich auch weiterhin für die Bahn im Landkreis zwischen Gotteszell und Viechtach genauso wie für den Stundentakt zwischen Zwiesel und Grafenau und den Erhalt der Bahnbrücken einsetzen. Die Bahn müsse auch für Pendler und Fernreisende attraktiv bleiben und ein Betrieb in den Morgen- und Abendstunden gewährleistet sein, so der junge Kreisrat.
Im anschließenden Rechenschaftsbericht ließ JU-Vorsitzender Alexander Hannes die Zeit seit der letzten Versammlung im April 2019 Revue passieren. Schon im Juni 2019 besuchte die JU das Länderbahn-Werk in Viechtach und informierte sich über die Bahnlinie nach Viechtach. Ein Thema, das man seitdem beständig verfolgt habe und weiterverfolgen werde. Erfreulich für den Kreisverband waren die Gründung des Ortsverbands Arnbruck im Juli 2019 sowie die Ergebnisse der Durchwahlen, bei denen sich Melanie Kaufmann und Florian Wiesmüller auf Bezirks-, Alexander Hannes auf Landes- und Marion Neubert auf Bundesebene engagieren können. Hannes erinnerte außerdem an den Gipfelabend am Gr. Arber im August und die Pragreise im September im vergangenen Jahr. Besucht habe man außerdem das BRK Regen und die Schreinerei Zitzelsberger in Geiersthal. Der vergangene Herbst war geprägt von den Vorbereitungen der Kommunalwahlen, die für die JU erfolgreich verlaufen sind. 17 junge CSUler sind im Landkreis inzwischen in kommunaler Verantwortung, in Langdorf, Arnbruck und Bodenmais kämen drei Bürgermeister aus den Reihen der JU. Mit Patrick Zens und Alexander Hannes stellt die JU auch zwei Kreisräte. Die Mitgliederzahl sei im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Aufgrund der Pandemie stellte die JU alle Veranstaltungen auf digitale Formate um. Gipfelabend und Bildungsreise würden laut Hannes 2021 nachgeholt.
Finanzchef Florian Wiesmüller berichtete von einer soliden Finanzlage, die trotz Kommunalwahlkampf sehr stabil geblieben sei. Finanzprüfer Reinhard Wölfl bescheinigte dem Schatzmeister ordnungsgemäße Kassenführung. Die Versammlung erteilte dem Vorstand schließlich einstimmig die Entlastung. Außerdem votierte die Versammlung einstimmig dafür, dass in der Vorstandswahlperiode 2021/2023 weiterhin eine Mitgliederversammlung anstelle einer Delegiertenversammlung tagt. Damit können weiterhin alle Mitglieder auch im Kreisverband mitbestimmen und den Vorstand wählen.

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