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Abtschlager Abend: Politik mit Reindlessen und Lagerfeuer

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Landtagskandidaten Gibis und Haase stellten sich vor – Vorschlag: Teststrecke für autonomes Fahren

Politische Arbeit wird bekanntermaßen auf langen Sitzungen gemacht. Dass Politik aber auch locker sein kann, das hat sich der Kreisverband der Jungen Union Regen zur Aufgabe gemacht. Am Samstag stellten sich beim „Abtschlager Abend“ im Jugendhaus des Kreisjugendrings Regen die CSU-Landtagskandidaten MdL Max Gibis und Harald Haase vor. Dazu gab’s Reindlessen und Lagerfeuer.

Die JU richtet den Blick schon in Richtung Landtags- und Bezirkstagswahl, will aber gleichzeitig die Jugendorganisation für politikinteressierte Landkreisbürger sein. In Abtschlag brachte man beides unter einen Hut.

Gleich zur Eröffnung der Veranstaltung stellte sich Listenkandidat Harald Haase den rund 30 Teilnehmern vor: Familiär und beruflich sei er tief im Landkreis verwurzelt, seine Leidenschaft gelte aber vor allem dem Sport. Haase ist seit Februar niederbayerischer Bezirksvorsitzender im Bayerischen Fußballverband, zuvor war er bereits BFV-Kreisvorsitzender, wie er den JUlern berichtete. Politisch bringe er einige Erfahrung mit: So ist er nicht nur Kreisrat, sondern auch Kreisvorsitzender der Christlich-Sozialen Arbeitnehmer.

Weiterer Gast der JU war Landtagsabgeordneter Max Gibis, der die Gelegenheit nicht versäumen wollten, sich auch bei der jüngeren Generation vorzustellen: Er werde sich für strukturelle Verbesserungen des Landkreises einsetzen, als ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Mauth-Finsterau wisse er, was unsere Kommunen benötigen. Gibis mache außerdem gerne Wahlkampf und freut sich, an der Basis für die politischen Ambitionen und Ideen der CSU einzutreten: „Lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr auch mal Gegenwind bekommt, sondern steht stets für eure Überzeugungen ein“, forderte Gibis die Nachwuchspolitiker auf.

Neben den beiden Kandidaten begrüßte JU-Kreisvorsitzender Alexander Hannes auch den CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Stefan Ebner und die Kreisvorsitzende der Frauen Union Christine Haas. Ebner, der selbst viele Jahre JU-Kreisvorsitzender war, zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, welch starke Mannschaft „seine“ JU ist und motivierte alle Anwesenden leidenschaftlich, sich politisch zu engagieren.

Interessante Informationen zum Jugendhaus des KJR Regen gab Ludwig Stecher, der als damaliger KJR-Geschäftsführer an der Realisierung der Einrichtung beteiligt war. Das Jugendhaus erfreue sich großer Beliebtheit und werde besonders an den Sommerwochenenden von auswertigen und einheimischen Jugendgruppe genutzt. Von Selbstversorgung bis Vollpension könne man alles für bis zu 31 Übernachtungsgäste anbieten. Hannes dankte Stecher für die Informationen und die Unterstützung bei der Organisation und Begleitung des Abends.

Ganz ohne Sitzung ging es dann aber doch nicht. Vor der Abendveranstaltung tagte der JU-Kreisausschuss und plante die nächsten Veranstaltungen: Am Freitag, den 27. April, wird um 19 Uhr der Ortsverband Frauenau-Lindberg im Gasthaus „Zum Latschensee“ neugegründet, am 12. Mai folgt eine Wanderung zum Landshuter Haus und am 26. Mai besichtigt die JU die Firma Mesutronic in Kirchberg. Außerdem wolle man im Herbst wieder eine Schafkopf-Schule anbieten und im September nach Wien fahren. Der Geiersthaler JUler Frank Feuerecker stellte eine Veranstaltung zum Thema „Wertschätzung des Handwerks“ vor und Florian Graf berichtete von kreispolitischen Themen.

Inhaltlich beschäftigte sich die JU mit einem Thema, das im idyllischen Abtschlag nicht unbedingt auf der Hand liegt, nämlich autonomes Fahren im Bayerischen Wald. Nach dem „Digitalen Testfeld Autobahn“ auf der A9 und den hiesigen Projekten „E-Wald“ und „Digitales Dorf“ in Frauenau und Spiegelau möchte die JU ein Testfeld für selbstfahrende Autos auf der B85. Die Idee stammt aus dem Niederbayernplan 2030 des Bezirksverbands und wurde jetzt vom Kreisverband noch konkretisiert. Der Kreisausschuss ist sich sicher: Der Bayerische Wald eignet sich gut, da man die winterlichen Witterungsverhältnisse und kurvenreichen Strecken für den Echtbetrieb testen könne. „Den eigentlichen Nutzen hat jedoch der Bürger: Zuerst müsste die Straße auf Vordermann gebracht und gleichzeitig die erforderliche Mobilfunkanbindung auf 5G und LTE ausgebaut werden.“, verdeutlicht Hannes weitere positive Effekte. Den Vorschlag will man nun an das CSU-geführte Bundesverkehrsministerium herantragen.

Den Abend ließ man anschließend gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen.

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